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Cantate 92  ‘Ich hab in Gottes Herz und Sinn’

Petruskerk, 8 februari 2015

1. Openingskoor

Ich hab in Gottes Herz und Sinn / Mein Herz und Sinn ergeben, / Was böse scheint, ist mein Gewinn, / Der Tod selbst ist mein Leben. / Ich bin ein Sohn / Des, der den Thron / Des Himmels aufgezogen; / Ob er gleich schlägt / Und Kreuz auflegt, / Bleibt doch sein Herz gewogen.

 2. Koraal en recitatief (bas)

Es kann mir fehlen nimmermehr! / Es müssen eh’r / Wie selbst der treue Zeuge spricht, / Mit Prasseln und mit grausem Knallen / Die Berge und die Hügel fallen: / Mein Heiland aber trüget nicht, / Mein Vater muss mich lieben. / Durch Jesu rotes Blut bin ich in seine Hand geschrieben; / Er schützt mich doch! / Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, / So lebt der Herr auf großen Wassern noch, / Der hat mir selbst mein Leben zugeteilt, / Drum werden sie mich nicht ersäufen. / Wenn mich die Wellen schon ergreifen / Und ihre Wut mit mir zum Abgrund eilt, / So will er mich nur üben, / Ob ich an Jonam werde denken, / Ob ich den Sinn mit Petro auf ihn werde lenken. / Er will mich stark im Glauben machen, / Er will vor meine Seele wachen / Und mein Gemüt, / Das immer wankt und weicht in seiner Güt, / Der an Beständigkeit nichts gleicht, / Gewöhnen, fest zu stehen. / Mein Fuß soll fest / Bis an der Tage letzten Rest / Sich hier auf diesen Felsen gründen. / Halt ich denn Stand, / Und lasse mich in felsenfesten Glauben finden, / Weiß seine Hand, / Die er mich schon vom Himmel beut, / zu rechter Zeit / Mich wieder zu erhöhen.

3. Aria (tenor)

Seht, seht! wie reißt, wie bricht, wie fällt, / Was Gottes starker Arm nicht hält.
    Steht aber fest und unbeweglich
    prangen, / Was unser Held mit
    seiner Macht umfangen. / Lasst
    Satan wüten, rasen, krachen, / Der
    starke Gott wird uns
    unüberwindlich machen.

4. Koraal (alten)

Zudem ist Weisheit und Verstand / Bei ihm ohn alle Maßen, / Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, / Zu tun und auch zu lassen. / Er weiß, wenn Freud,
er weiß, wenn Leid / Uns, seinen Kindern, diene, / Und was er tut,
ist alles gut, / Ob's noch so traurig schiene.

5. Recitatief (tenor)

Wir wollen nun nicht länger zagen / Und uns mit Fleisch und Blut, / Weil wir in Gottes Hut, / So furchtsam wie bisher befragen. / Ich denke dran, / Wie Jesus nicht gefürcht' das tausendfache Leiden; / Er sah es an / Als eine Quelle ewger Freuden. / Und dir, mein Christ, /Wird deine Angst und Qual, dein bitter Kreuz und Pein / Um Jesu willen Heil und Zucker sein. / Vertraue Gottes Huld / Und merke noch, was nötig ist: / Geduld! Geduld!

6. Aria (bas)

Das Brausen / Stürmen von den rauhen Winden / Macht, dass wir volle Ähren finden.
    Des Kreuzes Ungestüm schafft bei
    Christen Frucht, / Drum lasst uns
    alle unser Leben / Dem weisen
    Herrscher ganz ergeben. / Küsst
    seines Sohnes Hand, verehrt / die
    treu Zucht.

7. Koraal en recitatief

Ei nun, mein Gott, so fall ich dir
Getrost in deine Hände.
    (bas)
So spricht der gottgelassne Geist, / Wenn er des Heilands Brudersinn / Und Gottes Treue gläubig preist.
Nimm mich, und mache es mit mir / Bis an mein letztes Ende.
   (tenor)
Ich weiss gewiss, / Dass ich ohnfehlbar selig bin, / Wenn meine Not und mein Bekümmernis / Von dir so wird geendigt werden:
Wie du wohl weißt, / Dass meinem Geist / Dadurch sein Nutz entstehe,
   (alt)
Dass schon auf dieser Erden, / Dem Satan zum Verdruss, / Dein Himmelreich sich in mir zeigen muss
Und deine Ehr je mehr und mehr
Sich in ihr selbst erhöhe,

   (sopraan)
So kann mein Herz nach deinem Willen / Sich, o mein Jesu, selig stillen, / Und ich kann bei gedämpften Saiten / Dem Friedensfürst ein neues Lied bereiten.

8. Aria (sopraan)

Meinem Hirten bleib ich treu. / Will er mir den Kreuzkelch füllen, / Ruh ich ganz in seinem Willen, / Er steht mir im Leiden bei. / Es wird dennoch, nach dem Weinen, / Jesu Sonne wieder scheinen. / Meinem Hirten bleib ich treu. / Jesu leb ich, der wird walten, / Freu dich, Herz, du sollst erkalten, / Jesus hat genug getan. / Amen: Vater, nimm mich an!

 9. Koraal

Soll ich den auch des Todes Weg / Und finstre Straße reisen, / Wohlan! ich tret auf Bahn und Steg, / Den mir dein Augen weisen. / Du bist mein Hirt, / Der alles wird / Zu solchem Ende kehren, / Dass ich einmal / In deinem Saal / Dich ewig möge ehren.

Er gaat een ongekende troost uit van Bachs muziek. Geen enkele andere componist heeft zo’n rijke schat aan troostende muziek geschreven. Al jong weet Bach de breekbaarheid van het leven te vertolken. Maar ook het geloof dat op een dieper niveau ons geteisterde leven gedragen wordt en opgeheven. In de aria van de tenor van de cantate van vanavond 'zien’ we via de uitermate heftige muziek hoe ons leven stukbreekt en instort, hoe het ten prooi valt aan wat er geweldig woedt en raast — als het niet vastgehouden wordt. In tekst en muziek wordt ons de mogelijkheid voor ogen gehouden dat we staande blijven. In heel de cantate is sprake van de combinatie van aan de ene kant verschrikkelijke kwetsbaarheid en lijden, en aan de andere kant dat er iets in ons groeit, rijpt, dat met vertrouwen en zelfs vreugde te maken heeft. De cantate nodigt ons uit uit de slachtofferrol te stappen en bewust iets te doen: ons leven in Gods handen te geven. ‘God’ is voor ons geen gemakkelijk begrip, je kunt met die lettercode vele kanten op, bedenkelijke kanten ook — daarvan zijn we ons in deze tijd maar al te goed bewust. De cantate bedoelt door te stoten naar de diepte. Oppervlakkig is er het blinde noodlot, dat ons willekeurig teistert. Maar wij hoeven niet als willoze slachtoffers zomaar te berusten in wat ons grillig overkomt. Die eer willen wij aan het noodlot niet geven. Wij stellen een volwassen daad: wat ons onbegrijpelijk overkomt, ja wat niet van God komt, willen wij ontvangen als uit zijn hand. Wij weigeren angstig te leven en maken de keuze voor het vertrouwen. Wij buigen niet voor een schimmige vijand, de kelk van het leven die wij moeten drinken nemen wij uitsluitend aan uit de hand van hem die voor ons een betrouwbare herder is.


De troost van Bachs muziek is dat het ontzettend onbegrijpelijke van het mensenbestaan diep worden gepeild, maar dat we ook worden uitgenodigd een stap verder te gaan, af te dalen of op te klimmen naar de laag van de vreugde, die ons allen sterk en prachtig maakt, nu al.


Bach bewijst dat die vreugdevolle, dragende laag er is via zijn muziek. Muziek gemaakt op een koraal van Paul Gerhardt, een luthers predikant uit de 17e eeuw, die vele liederen schreef die vervuld zijn van vertrouwen. Maar na 1666 stopte hij met schrijven: toen stierven drie van zijn vier kinderen en twee jaar later ook nog zijn vrouw. Was dat teveel om nog te kunnen vertrouwen? Wanneer breek je echt? Je breekt niet, zo zingt op 28 januari 1725 Bachs cantate. Je wordt vastgehouden.


Henk Gols